Open Air Konzert

Ein entspanntes und friedliches Fest für Toleranz

Der Titel „Open Air – Open Mind“ war Programm am Samstag, 30.07.2016 in Regnitzlosau/Vierschau. Aufeinander zugehen, starke Texte hören und gemeinsam einen super Abend verbringen – dieses Angebot nutzten ca. 150 Leute, vom Kind bis zum Senioren. Vier Bands, einige Kurzeinlagen von Solisten und zwei Poetry-Slammerinnen sorgten acht Stunden dafür, dass keine Langeweile aufkam. "Bei uns ist sogar die Security entspannt. So ein gechilltes Publikum habe unser Sicherheitsdienst selten erlebt", freut sich Frank Hopperdietzel, Jugendbeauftragter von Regnitzlosau.

„Maximilian Adler hatte es als Erster schon schwer“, sagt Mit-Organisatorin Sabine Dresel. Zu dieser Zeit waren noch nicht so viele Leute da und der freie Platz vor der Bühne war noch relativ leer. Aber bald rückten die Anwesenden ihre Bänke vor die Bühne um den selbst geschriebenen Texten besser zuhören zu können. Nach den Kurzauftritten einiger Solo-Künstler und einer extra für diesen Abend zusammengestellten Band durften die Jungs von EoX auf die Bühne. Sänger Christian Martius (Mit-Organisator) sagte nach dem Auftritt: "Da bekommt man eine Gänsehaut, wenn die Leute die eigenen Texte mitsingen."

 

Ein besonderes Juwel war der Auftritt der beiden Poetry-Slammerinnen Lena Kropp und Laura Glas. Trotz Bühnenerfahrung war ein Open Air für Beide Neuland. Die jungen Frauen legten den Fokus auf soziale und politische Inhalte. Selbstwahrnehmung und Ungerechtigkeit wurden ebenso thematisiert wie die Bücherverbrennung im Dritten Reich.

 

"Räumt die Bänke weg, steht auf und kommt ran an die Bühne - das ist doch keine Rentnerveranstaltung", forderte Sänger Christian Hempfling von Desission. Die fünf Deutschrocker präsentierten ein gut einstündiges Bühnenprogramm, bei dem sie, neben toller Musik, nicht am Einsatz von Nebelmaschine und Konfettikanone sparten.

 

Zu guter Letzt betraten ExiL nach zweijähriger Pause erstmals wieder die Bühnenbretter - im Gepäck brandneue Songs. "Ihr könnt trotzdem mitsingen, unsere Texte sind einfach, das kennt ihr ja von uns", versprach Sänger Volker "Druwides" Seidl.

"Wir hatten uns gewünscht, dass gut 100 Leute kommen. Das hat - trotz Volksfestsamstag mit Feuerwerk – super geklappt, und das ist wunderbar", sagte Sabine Dresel mit einem breiten Lächeln. Ob es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben wird, steht und fällt mit der Finanzierung. "Ohne den Zuschuss vom Bundesprogramm 'Demokratie leben!' hätten wir die Veranstaltung nicht auf die Beine stellen können", sagt Dresel.

 

 

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